Sonntag, Juni 23, 2024
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Die größten Irrtümer über das Metaverse

Hamburg (btn/Gastbeitrag von Maximilian Schmidt, CEO von CPI Technologies) – Einige Menschen sind der Annahme, dass das Metaverse das gleiche ist wie Web3. Außerdem denken viele, dass man nur mithilfe von VR-Technologie in das Metaverse eintreten kann. Das sind nur zwei von unzähligen Missverständnissen, die über das Metaverse verbreitet sind. Was sind die fünf größten Irrtümer über das Metaverse? Und was ist daran wahr und was falsch?

Das Metaverse ist neu

Der erste Irrtum, den man immer wieder hört, ist, dass das Metaverse angeblich eine neue Erfindung sei. Doch das stimmt nicht ganz. Seine Anfänge hat es bereits vor fast 20 Jahren. Im Jahr 2003 wurde das Spiel Linden World (später: Second Life) veröffentlicht, welches einige Eigenschaften des heutigen Metaverse aufweist. In diesem Spiel erstellt man einen eigenen Avatar – der so aussehen kann wie man selbst – und kann damit verschiedene Tätigkeiten ausführen, wie z.B. Handel betreiben. All das ist auch im heutigen Metaverse machbar.

Metaverse ist ein Spiel

Die Aussage, dass Metaverse lediglich ein Spiel sei, ist auch nicht ganz richtig. Es gibt verschiedene Plattformen, auf denen man im Metaverse spielen kann, wenn man es denn so nennen möchte. Jedoch verbirgt sich dahinter viel mehr. Man schließt dort nicht irgendwelche Aufgaben ab, sondern man lebt dort wirklich – nur eben digital. Im Metaverse geht man all jenen Tätigkeiten nach, denen man auch in der realen Welt nachgehen würde, z.B. Arbeiten, Kochen, Freunde treffen. Und eine Interaktion mit anderen ist auf unterschiedliche Art und Weise möglich.

Mit Web3 und Metaverse ist dasselbe gemeint

Web3 und Metaverse sind nicht dasselbe. Zwar bedienen sich beide an der Blockchain-Technologie und nutzen deren Vorteil der Dezentralität, doch das Metaverse ist eher ein Teil vom Web3. Eben wie bereits genannt, ein Spiel, nur dass es eben keins ist. Auf Plattformen wie Decentraland oder The Sandbox ist das Metaverse im Web3 erreichbar. Bei Decentraland hat man beispielsweise die Möglichkeit, eigenes Land zu erwerben. Einige Marken wie z.B. der Onlinedienst zum Sprachen lernen, Duolingo nutzen diese Plattform zu Marketingzwecken. Das werden wahrscheinlich mit der Zeit auch immer mehr Unternehmen nutzen.

Für das Metaverse benötigt man Virtual Reality

Auch der Irrtum, dass für den Eintritt ins Metaverse VR-Technologie benötigt wird, ist weit verbreitet. Das ist hauptsächlich der Werbung verschuldet, denn oft sieht man das Metaverse in Verbindung mit einer VR-Brille. Jedoch kann man das Metaverse auch ganz ohne Virtual Reality nutzen. Es braucht lediglich ein Endgerät, wie ein Computer, ein Mobiltelefon oder eine Spielkonsole. VR-Brillen und ähnliches sind allein dazu da, das Spielerlebnis noch interessanter zu gestalten. So wird das ganze Konzept auch realitätsnäher. Letzte Woche erst brachte Meta ihre neue VR-Brille auf den Markt, die sogar die eigenen Gefühle in Echtzeit auf den Avatar im Metaverse übertragen kann. Lacht man also in einem Moment, lacht der eigene Avatar gleichzeitig.

Das Metaverse wird das reale Leben ersetzen

Natürlich wird das digitale Leben das reale Leben niemals vollständig ersetzen. Es wäre rein gesundheitlich, nicht einmal möglich. Jeder Mensch benötigt schließlich frische Luft, Bewegung und echt soziale Kontakte. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird sich das Metaverse noch sehr viel weiter entwickeln, es steckt gerade erst in den Kinderschuhen. Und es wird in Zukunft zumindest zeitweise von mehr Menschen genutzt werden. Es wird wahrscheinlich einen Hype geben, wenn es erst einmal vollständig ausgeprägt ist. Dann wird es fast jeder einmal ausprobieren wollen. Doch wie jeder andere Hype wird sich dieser auch wieder legen und es wird eine Gruppe bestehen bleiben, die das digitale Leben weiterhin präferieren wird. Doch eine vollständige Überholung des realen Lebens wird es definitiv nicht geben.

Fazit

Es gibt einige Irrtümer über das Metaverse. Hier wurden nur wenige, aber bestimmt die verbreitetsten, genannt. Die Digitalisierung schreitet immer weiter voran und auch die Technologie und die Möglichkeiten des Metaverse sind noch lange nicht ausgeschöpft. Was uns das Metaverse in Zukunft alles darbieten wird, bleibt ungewiss. Doch es kann mit Sicherheit vieles verändern, wie z.B. unsere Erfahrungen, Verhaltensweisen, Geräte und Geschäftsmodelle. Es ist ein weiterer Schritt in eine digitalisierte Zukunft und kann vieles erleichtern und bietet im Endeffekt natürlich eine tolle Chance, das Leben digital erleben zu können.

 

 


Maximilian Schmidt, CEO von CPI Technologies. Bild: CPI Technologies

Über den Autor: Maximilian Schmidt ist CEO von CPI Technologies. Die Firma entwickelt u.a. eine NFT-basierte Digital Identity und ist spezialisiert auf Software-Entwicklung in den Bereichen Blockchain, Finanzen und KI sowie Marketing und Fundraising.

 

 

 

Pressekontakt
El Clasico Media GmbH
Katharina Horst
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Jens Breimaier
Jens Breimaier
Jens Breimaier kümmerte sich im Business.today Network um Redaktion und Business Development. Er hat über 20 Jahre Erfahrung im Publishing- und Mediabusiness, u.a. Burda, Verlagsgruppe Milchstraße und Vibrant Media: "Ich arbeite mit Brands, Agenturen, Startups und Publishern im Online-Business und unterstütze sie beim Wachstum ihres Geschäfts sowie beim Aufbau von Know-How und Netzwerken. Meine Erfahrung als Business Developer und im Publishing, sowie bei der Umsetzung von komplexen Aufgabenstellungen geben mir eine fachliche Basis und Kompetenz, die ich weiter geben möchte."
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